Die Sütterlinschrift ist eine von dem Berliner Grafiker L. Sütterlin (1865-1917)
geschaffene Schreibschrift, die seit 1915 bis etwa 1940 in deutschen Schulen
gelehrt wurde. Sie wird auch die "Deutsche Schrift" genannt.
Durch Erlass des Parteisekretärs Martin Bormann im Auftrag Hitlers wird die
"deutsche Schreibschrift" am 3.1.41 wieder abgeschafft.
In den Schulen wurde nunmehr die Lateinschrift ("Normalschrift")
gelehrt und angewendet.
Aber in Unkenntnis des Verbotes oder vielleicht wegen der Aufhebung
der Nazi-Erlasse wurde noch bis 1950 in einigen Ländern der
Besatzungszonen noch oder wieder Sütterlin gelehrt.
Hitlers Entscheidung griff auch tief in das deutsche Alltagsleben ein.
Die Kinder lernten nicht mehr die "Deutsche Schrift" und konnten somit
die Briefe der Eltern nicht mehr oder nur noch schwer lesen.
Umgekehrtes galt für die Eltern bezüglich der Briefe der Kinder.
Das galt nicht nur in der Kriegszeit, sondern auch heute noch.