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Die Hauptlast trug zunächst die 290. Infanterie-Division. Diese Division musste sich tagelang dem Frontalangriff
der 11. sowjetischen Armee erwehren. Teile dieser Division wurde in Waswad am Ilmensee eingekesselt und konnte erst
nach tagelangen, erbitterten Abwehrkämpfen über den zugefrorenen Ilmensee ausbrechen. Erst nach 14 Stunden erreichten
sie bei Ushin wieder Land.
Die Masse der 290. Infanterie-Division stemmte sich tagelang bei Tutilowo gegen die anstürmenden Massen
der 11. sowjetischen Armee. Schließlich wurde die Verbindung zwischen der 290. Infanterie-Division und deren
benachbarten 30. Infanterie-Division unterbrochen.
Die 30. Infanterie-Division hatte zunächst immer wieder die 290.ID unterstützt, musste aber schließlich sich
selber den starken Angriffen der 34. sow. Armee erwehren. Die 290.ID war vom 8.1-13.2.42 eingeschlossen und wurde von
der Luft versorgt (dieses war der Kessel vor dem Kessel!).
Während dessen wurde die 18. Infanterie-Division (motorisiert) von Shimsk kommend eilig nach Staraja Russa
geführt und verteidigte diese Stadt.
Am 9.1.1942 eröffneten die südlichen Armeen (22.Armee, 53. Armee, 3. Stoßarmee) ihre Offensive.
Nach mehrstündigen Trommelfeuer stießen sie beiderseits Ostaschkow am Seliger See vor.
Die 123. Infanterie-Division wurde förmlich überrannt. Die 3. Stoßarmee folgte den vorausstürmenden Armeen
und stieß direkt nach Cholm vor (hier entstand ein weiterer Kessel).
Während dieser ganzen Ereignisse konnte die 16. Armee keine Hilfe bereitstellen da sie einfach keine hatte.
Generalfeldmarschall Ritter von Leeb (16.Armee) wusste um den Ernst der Lage und bat am 12.1.1942 persönlich
im Führerhauptquartier die 16. Armee bis hinter den Fluss Lowatj zurückzuziehen und die Front zu begradigen. Nach erneuter Ablehnung durch Adolf Hitler bat von Leeb um seine Entlassung welche durch Hitler stattgegeben wurde.
Seine Nachfolge übernahm Feldmarschall Georg v. Küchler.
Das II. Armeekorps war auf sich alleine gestellt. Mitte Januar 1942 wurden die 32. und die 123. Infanterie-Divisionen
im südöstlichen Bereich immer mehr nach Nordwesten zurück gedrängt. Das II. Armeekorps drohte eingeschlossen zu werden!
Während dieser Zeit kam immer wieder der Befehl vom Oberkommando der Wehrmacht „Demjansk bis zum letzten zu verteidigen“. Dieser Befehl war gleichbedeutend zum Aufruf zur „Einigelung“.
Am 8.2.1942 war es soweit. Die Truppen der sowjetischen Armee vereinigten sich bei Ramuschewo am Lowatj.
Der Kessel war geschlossen!
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